Sanierung und Krisenmanagement


Im Gegensatz zur Optimierung greift bei der Sanierung die Strategie des Unternehmens nicht mehr oder zumindest nicht mehr nachhaltig. Krisenmanagement ist nun gefragt. Eine Krise ist eine Phase, in der richtiges Führen und richtiges Management gefragt ist, um die bestehenden Schwierigkeiten nicht noch zu verschärfen.
Krisenmanagement bezeichnet den systematischen Umgang mit Krisensituationen. Dies beinhaltet die Identifikation von Krisensituationen, die Analyse von Krisensituationen, die Entwicklung von Strategien zur Bewältigung einer Krise, sowie die Einleitung und Verfolgung von Gegenmaßnahmen anhand einer neuen Unternehmensgesamtstrategie.

Krisen treten sowohl in Unternehmen, Organisationen oder auch in Teilbereichen auf, wie z.B. in Projekten. Hier ist das Krisenmanagement entsprechend Teil des Projektmanagements. Zwei wesentliche Aspekte deuten auf eine Krise hin:
1. In Krisensituationen reichen die gewohnten Standardverhaltensmuster und Strategien meist nicht aus, um aus der schwierigen Situation wieder herauszukommen.
2. Das vorhandene Wissen und die vorhandenen Ressourcen reichen nicht aus, um die Situation zu bewältigen.


Typen von Krisen:

Die Überlebenskrise: Zu ihr gehören Ereignisse, die die Existenz eines Unternehmens gefährden. Hierzu gehören Liquiditätsprobleme, Ausfall von unternehmenswichtigen Geschäfts- bzw. Organisationsprozessen, Ausfall von wichtigen Kunden oder Lieferanten oder andere wirtschaftliche Schwierigkeiten, die zur Insolvenz führen können. Maßnahmen, die einer Krise von diesem Typ entgegensteuern, beinhalten oft eine wirtschaftliche Beratung oder eine Unternehmenssanierung mit Einschnitten in die Unternehmensstruktur und müssen vor allem schnell vorangetrieben werden.

Die Führungs- und Managementkrise: Sie umfasst alle Probleme, die sich auf die Führung und das Management eines Unternehmens beziehen. Hierzu können falsche oder nicht getroffene Entscheidungen, ein Machtmonopol, ein Machtvakuum oder mangelnde Informationen für die Entscheidungsfindung gehören. Als Gegenmaßnahme bietet sich eine Entwicklung einer ganzheitlichen Führungs- und Managementkonzeption an, die anhand des Führungs- und Risikomanagementsystems "Top of Leadership" entwickelt werden kann.

Die Veränderungskrise: Veränderungskrisen können sich aus Veränderungen in einer Organisation oder in einem Unternehmen ergeben. Dazu gehören z.B. neue IT-Applikationen, die von den Anwendern nicht akzeptiert werden, oder auch Prozessveränderungen, die von der Belegschaft nicht gelebt werden. Einer Veränderungskrise kann durch eine proaktive Veränderungsmanagementstrategie wie dem Change Management oder der Unternehmenspolitik und -kultur entgegengewirkt werden.

Vier strategische Handlungsoptionen zur Bewältigung einer Krise stehen zur Verfügung:
- Ganzheitliches Krisenmanagement
- Verkauf des Unternehmens
- Liquidation (also Auflösung) des Unternehmens
- Sanierung.


Carpe artem ducendi!



Rufen Sie mich einfach an, schreiben Sie mir eine kurze eMail oder nutzen Sie meinen Rückrufservice.